CFL 4002 (m29351)

Märklin Modell 29351, Nachrüsten Schlusslicht und Fernlicht

(CFL 4012, Diesellok "TRAXX")

von Manfred G. Fischer, 18. Oktober 2015 (Forenbeitrag vom 17.10.2015)

Haftungsausschluss:

Bei einem Umbau von Modellbahnartikeln durch nicht-autorisiertes Personal erlischt ein evtl. vorhandener Gewährleistungsanspruch gegen den/die Hersteller. Alle hier gemachten Angaben zum Umbau erfolgen ohne Gewährleistung auf Vollständigkeit oder Richtigkeit. Ein Nachbau geschieht auf eigene Gefahr und eigenes Risiko. Insbesondere kann ein Rückbau in den Ausgangszustand nicht garantiert werden. Der Autor dieses Artikels kann für evtl. Folgen, die sich aus einem solchen Umbau ergeben, nicht haftbar gemacht werden.

Hinweis auf geschützte Warenzeichen:

 

Zur Beachtung: Es handelt sich bei diesem Aufsatz nur um eine Beschreibung meiner eigenen laienhaften Erfahrungen und ist keine Anleitung zum Nachbau / Umbau. Alle Angaben ohne Gewähr. Eine Haftung des Autor für Fehler  und Schäden beim Anwenden dieser laienhaften Beschreibung ist deshalb ausgeschlossen.

Der grundlegende Teil dieses Beitrags wurden von mir bereits im Stummi-Forum auf eine Nachfrage hin veröffentlicht:
http://www.stummiforum.de/viewtopic.php?t=128883 - Märklin 29351 - CFL 4012 (Traxx) (Okt. 2015)

Weitere Links zu Themen mit Loks mit gleicher Hauptplatine:
http://www.stummiforum.de/viewtopic.php?t=132843 - Märklin 29841 (nur Lok): 185 070-0 (Jan. 2016)
http://www.stummiforum.de/viewtopic.php?t=129914 - Märklin 36652 RheinCargo clever kombiniert! (mit Decoder) (Nov. 2015)

 
Bei dem Modell 29351 handelt es sich um eine E-Lok aus dem Hobby-Programm des Herstellers, ausgeliefert im Herbst 2015 in der Startpackung m29351 (Hobby-TRAXX in CFL-Cargo-Ausführung). Betriebsnummer des Lok-Modells ist 91 82 000 4012-2. 
 
 
Das Modell hat einen mfx-Decoder und serienmäßig warmweisse LEDs. Über AUX1/AUX2 lassen sich die Lichtfunktionen jeweils einer Lokseite abschalten. Serienmäßig weist das Modell kein rotes Schlusslicht auf, obwohl es dafür schon fast vollszändig ab Werk bestückt ist.
 
Seit dem Erscheinen der bereits mit warmweissen LED ausgestatteten Hobby-BR-185 m36617 im Oktober 2013 gibt es in diesen Modellvarianten eine größere Hauptplatine und als Beleuchtungsplatine die E190372. Die Beleuchtungsplatine E190372 ist serienmäßig mit warmweissem Stirnlicht und rotem Schlusslicht bestückt. Es gibt sie auch als separates Erastzteil zum Nachrüsten von älteren Hobby-TRAXXen. Zunächst daher ein Blick auf die Hauptplatine dieses Modells nachdem der Decoder abgezogen wurde. 
 
 
Die Lichtplatinen auf beiden Seiten der Lok gleichen der Märklin E190372 "Leiterplatte Beleuchtung LED Rot/Weiss", allerdings ohne das gelbe Kabel zum roten Schlusslicht. Laut Online-Ersatzteilliste hat diese abgespeckte Beleuchtungsplatine die Bezeichnung "E256841 Leiterplatte Beleucht. w/w".
 
Die Hauptplatine ist deutlich länger als die bisherigen Hauptplatinen in der Hobbyloks der BR 185. Sie scheint aber identisch zu sein mit der Hauptplatine aus der mhi-Lok 36617 aus 2013, die seinerzeit damals schon warmweisse/rote LEDs und eine mfx-Sound-Decoder aufwies.
 
Die Hauptlatine ist hellgrün, Länge 106mm, Breite zwischen 29,5mm und 26,5mm. Sie ist einseitig bestückt, es verlaufen aber auch Leiterbahnen auf der Unterseite der Platine. Meine Platine trägt einen Aufkleber mit dem Text "190374 27.05.2015". Die Platine selber trägt verschedene Bedruckungen, u.a. "LO120815B" und "E200704". Eine Ersatzteilnummer dieser Platine läßt sich trotz dieser Angaben z.Zt. nicht ermitteln.
 
Ausgehend von der mittig platzierten 21poligen mtc-Schnittstelle lassen sich die Leiterbahnen nachverfolgen. Dabei ergeben sich folgende Lötpunkt-Zuordnungen:
A4 und A5: Motoranschlüsse.
A15 und A16: Lautsprecheranschlüsse.
A17: +VCC Decoderspannung.
 
Da auf den Beleuchtungsplatinen sich die Vorwiderstände für die dortigen LEDs befinden, sind auf der Hauptplatine keine LED-Vorwiderstände zu erwarten. Stattdessen finden sich an den Außenseiten der Hauptplatine jeweils vier Null-Ohm-Widerstände, die zu den Lötpads für die Beleuchtungsplatinen führen. Diese Widerstände sind wie folgt beschriftet:
Schleiferseite der Lok:
R6: werksseitig "graues Kabel" für Stirnlicht weiss.
R2:
R7: nachrüstbar "gelbes Kabel" für Schlusslicht rot.
R26:
Gegenseite der Lok:
R9: werksseitig "graues Kabel" für Stirnlicht weiss.
R1:
R10: nachrüstbar "gelbes Kabel" für Schlusslicht rot.
R25:
 
Die hinter den Widerständen an R26 (Schleiferseite) und R25 (Gegenseite) liegenden Lötpads werden beide gleichzeitig geschaltet über verstärkt-AUX3 wie es der Originaldecoder besitzt. Da aber beide Seiten dann gleichzeitig über AUX3 eingeschaltet werden, ist dies nicht für Fernlicht sondern bestenfalls für beidseitig Kabinenlicht oder Telex nutzbar.
 
Die hinter den Widerständen an R2 (Schleiferseite) und R1 (Gegenseite) liegenden Lötpads sind mit Stirnlicht verbunden, wie es von der SUSI-Logik kommt. Hier ließe sich durch Tausch des Widerstandes ein zweites Stirnlicht anschließen, dass aber, so weit ich das sehe, sich nicht separat ausschalten läßt.
 
Für AUX4 ist ein Lötpad herausgeführt, dass 1mm oberhalb der "3" der Beschriftung "R3" liegt (links neben dem Schnittstellenstecker).
 
 
Ziel des Umbaus ist es nun, das rote Schlusslicht anzuschließen und dann die Lok mit Fernlicht nachzurüsten.
 

Teil 1: rotes Schlusslicht

Die Beleuchtungsplatinen haben auf der Rückseite (Klebeseite) vier Lötpads. Diese sind wie folgt beschriftet (von links nach rechts bei Blick vauf die Rückseite):
A10: Fernlicht.
A6: Stirnlicht.
A7: Schlusslicht.
A12: U+ Rückleiter (orange).
 
 
Man braucht zum Anschluss des Schlusslichts nur zwei kurze (hier gelbe) Kabelstücke und verbindet jeweils die Lötpads hinter R7 und R10 auf der Hauptplatine mit den Lötpads A7 auf den Beleuchtungsplatinen.
 
 

Teil 2: Fernlicht

Zunächst müssen die Beleuchtungsplatinen nachbestückt werden. Es empfiehlt sich, dazu die Platinen von den Klebepads zu lösen. Ich habe dann 4 SMD-Widerstände in der Bauform 0805 mit R=4700 Ohm verwendet. Diese lassen sich bequem auflöten auf die noch freien Lötpads R6 und R7 auf der Bestückunsgseite der Beleuchtungsplatinen. Das Auflöten der LEDs ist schwieriger. Ich habe 4 Stück 0603-SMD-warmweisse LEDs gewählt. Die Anode der LEDs muß dabei nach unten zum Gleis gerichtet sein (siehe das linke untere Bild der folgenden Bilderserie):
 
 
Der weitere Anschluss wurde von mir dann wie folgt vorgenommen: die Beleuchtungsplatine an der Schleiferseite wird mit einem Kabel (hier blau) von ihrem Lötpad A10 verbunden mit dem Lötpads hinter dem Widerstand R26 auf der Hauptplatine der Lok.

 

Die Beleuchtungsplatine an der Gegenseite wird mit einem Kabel (hier braun/weiss) von ihrem Lötpad A10 verbunden mit dem Lötpad, der für AUX4 herausgeführt ist. Dieser liegt ca. 1mm oberhalb der "3" der Beschriftung "R3" links neben dem Schnittstellenstecker auf der Hauptplatine der Lok.

Nun muss noch der originale mfx-Decoder so gemappt werden, dass AUX3 und AUX4 jeweils das Fernlicht in der aktuellen Fahrtrichtung schalten. Fertig:

 

Teil 3: Werkswerte des originalen Decoders

Name: 4012-2
MS1-Symbol: 9
CS1-Symbol 1.9.134.0
Manufacturer: 131
Artikel-Nr: 29351
Hersteller: manID = 131
Produkt (Decoderteilenummer): proID = 256815
Produktionsdatum: 2015.04.01
Bootloader: bCode = 0.0.0.1, 2010.03.23
Firmware: aCode = 0.9.23.11, 2014.02.14
 
Anfahrspannung = 5
Maximalgeschwindigkeit = 255
Beschleunigungszeit = 15 (3,75 sec.)
Bremszeit = 15 (3,75 sec.)
Vorwärts Trimm = 128
Rückwärts Trimm = 128
Regelungseinfluß = 45
Regelungsreferenz = 160
Regelungs-Parameter K = 150
Regelungs-Parameter I = 100
Fahrtrichtungsverhalten = 0 (normale Fahrtrichtung)
Typ = 21 (mLD/mSD: DC soft, dynamisch reduziert)
Tachoanzeige (Gear) = 0 km/h
Fahrstufenkurve = exponentiell wie beim mLD-1
 
Funktionen: bis zu 16 Funktionen möglich.
Output-Konfiguration: 6 Physical-Slots, 3 Logical-Slots, 17 Sound-Slots.
Licht vorne, Licht hinten und AUX1-4: Dimmer 255
 
AC analog: aktiviert, F0 immer an, Vmin=245, Vmax=255.
DC analog: nicht vorhanden.
MM digital: aktiviert auf 2 Adressen, MM-Adressen: 24, 255, 254, 253, F0 immer an
 
Dauerhaft zu speichernde Zustände = 7
Falschfahrbit = 1 (an)

 

Nachtrag 2016: laut Auskunft von Forenkollege Tobias sind die Werkswerte der Lok aus der Packung Märklin 29841 (BR 185 DBAG) mit gleicher Hauptplatine leicht unterschiedlich:

Anfahrspannung = 3
Maximalgeschwindigkeit = 255
Beschleunigungszeit = 15 (3,75 sec.)
Bremszeit = 15 (3,75 sec.)
Vorwärts Trimm = 128
Rückwärts Trimm = 128
Regelungseinfluß = 45
Regelungsreferenz = 140
Regelungs-Parameter K = 150
Regelungs-Parameter I = 100
​Fahrstufenkurve = linear

 
 

 

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