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Märklin BR E44 / 144 Sunny-White LEDs nachrüsten

(Märklin-Modell 37440)

von Manfred G. Fischer, 27. März 2011

 

Haftungsausschluss:

Bei einem Umbau von Modellbahnartikeln durch nicht-autorisiertes Personal erlischt ein evtl. vorhandener Gewährleistungsanspruch gegen den/die Hersteller. Alle hier gemachten Angaben zum Umbau erfolgen ohne Gewährleistung auf Vollständigkeit oder Richtigkeit. Ein Nachbau geschieht auf eigene Gefahr und eigenes Risiko. Insbesondere kann ein Rückbau in den Ausgangszustand nicht garantiert werden. Der Autor dieses Artikels kann für evtl. Folgen, die sich aus einem solchen Umbau ergeben, nicht haftbar gemacht werden.

Hinweis auf geschützte Warenzeichen:

 
 
  • "mfx" ist eine eingetragene Marke der Firma Gebrüder Märklin & Cie. GmbH, 73033 Göppingen, DE. 
  • "märklin" ist eine eingetragene Marke der Firma Gebrüder Märklin & Cie. GmbH, 73033 Göppingen, DE. 
  • "DELTA" ist eine eingetragene Marke der Firma Gebrüder Märklin & Cie. GmbH, 73033 Göppingen, DE.
  • "LED-Baron" ist eine eingetragene Marke der Firma Extangis Business & Products GmbH, Kurt-Schumacher-Str. 28-30, 66130 Saarbrücken, DE.
  • "Conrad" ist eine eingetragene Marke der Firma Conrad Electronics SE, Klaus-Conrad-Str. 1, 92240 Hirschau, DE. 

Zur Beachtung: Es handelt sich bei diesem Aufsatz nur um eine Beschreibung meiner eigenen laienhaften Erfahrungen und ist keine Anleitung zum Nachbau / Umbau. Alle Angaben ohne Gewähr. Eine Haftung des Autor für Fehler und Schäden beim Anwenden dieser laienhaften Beschreibung ist deshalb ausgeschlossen.

 

LEDs tauschen auf den originalen Lichtplatinen der E44 / 144

Bei den älteren Modellen der BR E44/144 aus dem Hause Märklin sind auf den originalen Beleuchtungsplatinen dunkelgelbe LEDs verbaut. Dieses Licht wollte ich gegen sunny-white LEDs tauschen. Im Internet gab es dazu bereits Umbauvorschläge, z.B. von Hans-Günter Heiserholt aka "HGH" auf seiner Homepage:

http://www.web-hgh.de/p02_ma_37440_i.htm

Außerdem gibt es dazu einen Forenbeitrag, in dem ich Teile meiner Fotos und dieses Textes auch veröffentlicht habe:

http://www.stummiforum.de/viewtopic.php?t=49039 - Weißes Spitzenlicht für Märklin 37440 (E 44 098)? (vom Februar 2010)

Ferner habe ich weitere Quellen aus dem Internet benutzt:

http://www.stummiforum.de/viewtopic.php?t=17532 - Märklin BR E44 (37440) (vom November 2007)
http://www.stummiforum.de/viewtopic.php?t=6076 - BR 37440 BR 44 der DB (vom August 2006)
http://www.stummiforum.de/viewtopic.php?t=2738 - Umbau Märklin E44 Nr. 34440 in 37440 jedoch ohne Sound (vom Januar 2006)

Im April 2013 erschien dann im Forum der Hinweis auf einen Umbaubericht bei der Märklin 39440 (BR 144 mit Sinusmotor), der zeigt, dass der innere Aufbau vom Hersteller geändert wurde (insbesondere ist die Zahl der LEDs geringer):
​http://www.stummiforum.de/viewtopic.php?t=6763&start=34 - BR 144 M #39440 (April 2013, Änderung Function-Mapping)
http://www.stummiforum.de/viewtopic.php?t=84491 - Umbau der M* BR 144 (39440) auf warm - weiße LEDs
http://www.dedivo.de/bahn/144.html

 
 Für den Austausch der originalen LEDs gegen warm-weisse LEDs der Baugröße 0603 habe ich folgende LEDs verwendet:

 

 

Zuerst mal ein vorher-nachher Bild:

Es gibt ein paar Probleme bei diesem Umbau, auf die ich hinweisen muss:

  • die Demontage des Modells beginnt mit der Abnahme des Gehäuses entsprechend der Zeichnung in der originalen Bedienungsanleitung. Die beiden Schrauben liegen versteckt und gehen nach dem Lösen des Gehäuses schnell verloren.
  • auch beim weiteren Zerlegen des Gehäuses besteht immer die Gefahr, dass kleine Schrauben und andere Kleinteile (mittiger Lichtleiter, Handgriffe) verloren gehen.
  • die 8 Handgriffe sind besonders empfindlich und müssen seitlich herausgezogen werden; es gibt sie in der grünen Farbe nicht mehr als Ersatzteile (Stand März 2011).
  • beim Öffnen der unteren Lichtplatinen besteht die Gefahr, dass auch die roten LEDs beschädigt werden. Man braucht also zu diesem Umbau neben (mindestens) 6 sunny-white / golden-white SMD-LEDs auch (mindestens) 4 rote SMD-LEDs. Ich hatte eine Beschädigungsrate von 75% allein schon durch das Öffnen.
  • ich habe zwei 15kΩ Drahtwiderstände benötigt, um die neuen sunny-white LEDs zu dimmen. 22kΩ Widerstände erzeugen ggf. einen besseren Effekt. SMD-Widerstände sind aber besser geeignet, da der Platz in der Höhe zwischen Dachplatine und Decoder sehr begrenzt ist. Verwendet man superhelle rote SMD-LEDs, braucht man zwei weitere SMD-LEDs in der Stärke 22kΩ.
  • feine Lötspitze erforderlich! Ich kann nicht so gut löten wie HGH, ich möchte daher bitten, mir die schief aufgelöteten LEDs auf den Bildern nachzusehen.
  • die originalen Vorwiderstände der LED-Beleuchtung (1000Ω für das Spitzenlicht, 1200Ω für das rote Schlusslicht) befinden sich auf dem Decoder selbst (sowohl bei der m37440 als auch bei der DELTA-Variante m34440). Dies ist bei einem evtl. Decodertausch zu berücksichtigen, sonst rauchen die LEDs ab!

Lok demontieren: Gehäuse lösen von unten. Die beiden Schrauben sind über Aussparungen in den Drehgestellen mit einem kleinen Kreuzschlitzschraubendreher erreichbar (siehe auch die originale Bedienungsanleitung und die Homepage von HGH):

Spätestens jetzt müssen die außen am Gehäuse eingesteckten dünnen Handgriffe nach außen herausgezogen und in Sicherheit gebracht werden. Erst danach können die beiden schwarz lackierten unteren Rahmenteile vom grünen Grundgehäuse abgeschraubt werden (mein Exemplar der E44 hat schon gar keine Handgriffe mehr, sondern selbstgefertigte Ersatzteile aus 0,7mm Draht).

Nun kann man von unten in das Gehäuse schauen. Bei leichtem Druck unter die gelben Führerstandsattrappen und etwas Ziehen an den weißen Lichtplatinen lassen sich sowohl die Führerstandsattrappen als auch die Lichtplatinen aus dem Gehäuse lösen:

Dann werden von innen zwei weitere Schrauben gelöst, um das silberne Dach abschrauben zu können. Erst dann ist die Lichtplatine im Dach erreichbar. Zwei weisse LED-Abdeckungen aus Kunststoff halten diese Platine in Position:

Am besten drückt man von innen auf die weissen Haltezapfen dieser Abdeckungen, um selbige zu lösen (sonst besteht die Gefahr, die kleinen Haltezapfen abzubrechen). Bitte die kleinen Lichtleiter nicht verlieren:

Dann kann die Hauptplatine im Dach samt der angelöteten Lichtplatinen aus dem Gehäuse gehoben werden. Sie kann nachher nur in einer Position wieder eingebaut werden:

Detailaufnahme:

Vor der weiteren Demontage sollte ein Lichttest erfolgen (8kΩ Vorwiderstand, Modellbahn-Gleichstromtrafo, 2 Kabel mit Krokodilklemmen). Wo die Stromzufuhr zu wählen ist, kriegt man leicht raus durch Nachverfolgung der wenigen Bahnen auf der Platine. Die dunkelgelben LEDs liegen innen auf den Platinen. Die roten LEDs liegen außen:

Die weissen Abdeckkappen sind mit Kunststoffnieten auf den Platinen befestigt. Entweder man nimmt ein Skalpell (wie von HGH vorgeschlagen) oder den Lötkolben und trennt die Nieten auf. Dann kann die weisse Abdeckkappe abgehoben werden Die nun freiliegenden Platinen sind berührungsempfindlich, da die LEDs haarfein sind:

Je Seite unterscheiden sich die Platinen (eine für rechts, eine für links) in der Zahl ihrer Anschlüsse (rechts 3, links 4), aber auf allen Platinen müssen die LEDs mit Pfeilrichtung zum "Fussboden / Gleis" montiert werden. Ich bin stückweise vorgegangen, immer wieder testend. Hier ist die erste Tausch-LED platziert:

Auf der Hauptplatine im Dach sind reguläre gelbe SMD-LEDs verbaut, die leichter ausgelötet und dann ersetzt werden können:

Lichttest einer fertigen Seite, leider sind meine LEDs schief drauf. Die beiden roten LEDs musste ich mit tauschen:

Dann alles wieder zusammenstecken und für die sunny-white LEDs je Seite einen 15kΩ Drahtwiderstand so flach wie möglich an der Dachplatine in die grauen Zuleitungen einlöten:

Zusammenbau: Lichtplatinen von oben durch das Gehäuse stecken, Dachlichtplatine im Dach einsetzen, die beiden Lichtleiter positionieren und deren weisse Abdeckungen andrücken. Dann das silberne Dach anschrauben. Fenster wieder einsetzen (falls sie sich gelöst haben) bzw. andrücken und mit den Führerstandsattrappen fixieren:

Dann können die Lichtplatinen eingeschoben werden, die schwarzen Rahmenteile angeschraubt und die Haltegriffe eingesteckt werden. Nun am Decoder in der Lok die Dipschalter-Region mit einer dünnen Schicht Isolierband abdecken, damit kein Kurzschluß zwischen dem nachgerüsteten zusätzlichen Vorwiderstand und dem Decoder entstehen kann. Dann das Gehäuse wieder aufsetzen und festschrauben. Endergebnis:

 

 

 

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