Märklin MaK 1206 Umbau auf schaltbare Schlussbeleuchtung

(MaK 1206)

von Manfred G. Fischer, 29. September 2010, update Linkliste 06.03.2012

 

Haftungsausschluss:

Bei einem Umbau von Modellbahnartikeln durch nicht-autorisiertes Personal erlischt ein evtl. vorhandener Gewährleistungsanspruch gegen den/die Hersteller. Alle hier gemachten Angaben zum Umbau erfolgen ohne Gewährleistung auf Vollständigkeit oder Richtigkeit. Ein Nachbau geschieht auf eigene Gefahr und eigenes Risiko. Insbesondere kann ein Rückbau in den Ausgangszustand nicht garantiert werden. Der Autor dieses Artikels kann für evtl. Folgen, die sich aus einem solchen Umbau ergeben, nicht haftbar gemacht werden.

Hinweis auf geschützte Warenzeichen:

 

Schlusslicht separat schaltbar bei MaK 1206

Zur Beachtung: Es handelt sich bei diesem Aufsatz nur um eine Beschreibung meiner eigenen laienhaften Erfahrungen und ist keine Anleitung zum Nachbau / Umbau. Alle Angaben ohne Gewähr. Eine Haftung des Autor für Fehler  und Schäden beim Anwenden dieser laienhaften Beschreibung ist deshalb ausgeschlossen.
 
Relevante Links zu diesem Thema:
http://www.stummiforum.de/viewtopic.php?t=53393 - Frage Beleuchtung Mä Mak (Nov. 2010)
http://www.stummiforum.de/viewtopic.php?t=52804 - Frage zu Decodertausch in Mä. 37638 - MaK 'WLE' (Nov. 2010)
http://www.stummiforum.de/viewtopic.php?t=4928 - Märklin 37643 Serie Am 842 SBB Cargo ausgeliefert! (Mai 2006)
http://maerklin.bruenninghaus.de/Basteln/Loks/Di/Trix-MaK.htm - Trix-MaK-Lok für Märklin
 

Serienmäßig ist diese Lok mit einem Glockenankermotor ausgerüstet (verschließfrei, wartungsfrei, gekapselt, leise, Antrieb per Kardanwellen auf alle 4 Achsen, 2 große Schwungmassen). Ferner ist serienmäßig ein LokPilot-mfx Decoder eingebaut (OEM Märklin mit 21-poligem Schnittstellenstecker), der trotz 21-poligem Schnittstellenstecker mit Kabeln an der Trägerplatine angelötet ist.

Serienmäßig hat die Lok Stirnlicht und Schlusslicht gemeinsam schaltbar, mit der Fahrtrichtung wechselnd. Warmweisse LEDs!

Ziel des Umbaus: Schlusslicht separat schaltbar.

Dazu muß entweder ein Decoder mit Kabeln für AUX1- und AUX2-Ausgang in die Lok eingebaut werden oder am Originaldecoder für diese beiden Ausgänge jeweils ein Kabel angelötet werden. Da ich anfangs nicht am Decoder löten wollte, hatte ich mich zunächst entschlossen, einen ESU LokPilot-mfx v3.0 Decoder einzubauen. Dieser hat ab Werk Kabel für AUX1- und AUX2-Ausgang. An die AUX1- und AUX2-Ausgänge werden dann die roten Schlusslichter angeschlossen. Da dieser Decoder aber kurze Zeit später nicht mehr funktionierte, habe ich dann doch an dem originalen Decoder den AUX1- und AUX2-Ausgang lokalisiert (als Muster diente der baugleiche defekte ESU LoPi) und dort zwei Kabel am Decoder angelötet.

 

Vorgehensweise: Lok öffnen (2 Schlitzschrauben an der Chassisunterseite). Die Trägerplatine vom Chassis trennen (dazu die beiden Kreuzschlitzschrauben, die die Platine am Chassis halten, lösen). Die Platine kann dann vorsichtig zur Seite etwas gekippt werden. Dadurch erhält man Zugang zum Decoder, der mittels Klebepad auf der Getriebeabdeckung befestigt ist. Diese kleine schwarze Getriebeabdeckung ist mit zwei kleinen Füßchen nur auf das Getriebegehäuse (Metall) aufgesteckt. Decoder samt Getriebeabdeckung vorsichtig zur Seite heraus ziehen, dann die Trägerplatine etwas anheben und den Decoder mit der Getriebeabdeckung unter der Trägerplatine weiter durchschieben, bis der Decoder vollständig frei zugänglich ist. In diesem Stadium kann dann entweder die Schrumpfschlauchisolierung des originalen Decoders geöffnet werden, um die zwei benötigten Kabel für AUX1- und AUX2-Ausgang anzulöten, oder aber der originale Decoder vom Klebepad gelöst werden und dann von der Trägerplatine abgelötet werden.

Schaut man von oben auf die Trägerplatine, so sind die Lötpads mit schwarzem Klebeband abgedeckt. Dieses vorsichtig entfernen. Dann hat man Zugriff auf die Lötstellen, an denen die Decoderkabel aufgelötet sind: originale Farbenbelegung vom Führerstand aus beginnend zur Stirnseite-1: Blau, Braun, Grau, <leer>, Orange, Gelb, Rot, Grün.

Blau und Grün sind die Motoranschlüsse. Braun ist Masse, Rot ist Mittelleiter. Orange ist der Rückleiter für die Lampen bzw. AUX-Anschlüsse (Pluspol). Gelb ist Stirnlicht Stirnseite-1 (langer Vorbau) und Schlusslicht Stirnseite-2 (kurzer Vorbau). Grau ist Stirnlicht Stirnseite-2 (kurzer Vorbau) und Schlusslicht Stirnseite-1 (langer Vorbau).

Ich habe die Kabel schrittweise abgelötet, beginnend mit Gelb, um zu schauen, wie die Lichtanschlüsse tatsächlich sind. Das Umbauen beschränkt sich in jedem Fall auf die Region der Decoder-Lötpads auf der Trägerplatine. An die Lötpads für die LED-Platinen muß man nicht herangehen.  Dadurch bleiben auch die Vorwiderstände der LEDs weiterhin nutzbar.

Das folgende Bild zeigt den ausgelöteten Originaldecoder:

Dann müssen zwei Leiterbahnen auf der Trägerplatine durchtrennt werden: vom „Grauen“ Anschluss zu den Schlusslichtern an Stirnseite-1 auf der Oberseite der Trägerplatine und vom „Gelben“ Anschluss zu den Schlusslichtern an Stirnseite-2 auf der Unterseite der Trägerplatine.

 

Anschließend hatte ich einen ESU LokPilot-mfx v3 (Bauserie Herbst 2008, ESU Artikel-Nr 61600) von seinem Schnittstellenstecker befreit und an den Anschlüssen auf der Hauptplatine laut ESU-Handbuch entsprechend angelötet. Der ESU Decoder hat andere Kabelfarben! Dann den Anschluss AUX-1 (grünes ESU-Kabel) an dem Bereich der aufgetrennten Leiterbahn zu den Schlusslichtern an Stirnseite-1 anlöten. Den Anschluss AUX-2 (violettes ESU-Kabel) an dem Vorwiderstand der Schlusslichter an Stirnseite-2 anlöten (ebenfalls auf der Oberseite der Trägerplatine, auch wenn die Leiterbahntrennung auf der Unterseite erfolgt ist).

 

Auf dem folgenden Bild ist schon der ESU LokPilot-mfx v3.0 Decoder mit eingelötet, daher auch die vom Original abweichenden Kabelfarben:

Dann den Decoder (der ja ebenfalls in einem Schrumpfschlauch verpackt ist) auf dem original Klebepad befestigen und mit der Getriebeabdeckplatte vorsichtig bei etwas angehobener Trägerplatine unter selbige drunter schieben, bis der Decoder wieder an seinem Platz ist. Darauf achten, dass keine Kabel sich in der Schwungmasse verfangen können. Vorteil: da der ESU-Decoder keine 21-polige Schnittstelle hat, passt er etwas besser zwischen Getriebeabdeckung und Trägerplatine. Nun die Kabel auffalten und mit dem originalen schwarzen Klebeband auf der Trägerplatinenoberseite befestigen. Trägerplatine festschrauben. Gehäuse aufsetzen und festschrauben.

Dann mussten noch die Decoderparameter richtig eingestellt werden. Der Glockenankermotor erfordert auch wegen der beiden Schwungmassen deutlich andere Einstellungen: hier mittels CS1 (m60212):

 
Parameter m37638 originaler
mfx-Decoder
mein ESU 61600
LokPilot-mfx v3.0
Anfahrspannung 7,5 7,5
Höchstgeschwindigkeit 20,7 20,7
     
Vmax 255 255
Vmin 6 6
Beschleunigungszeit 4 sec 4 sec
Bremszeit 3 sec 5 sec
Vorwärtstrimm 1 1
Rückwärtstrimm 1 1
     
Motoransteuerung hohe PWM-Frequenz hohe PWM-Frequenz
Regelungsreferenz 12,5 V 12,5 V
Parameter K 170 40
Parameter I 40 55
Regelungseinfluß 255 255
 
Damit fährt die Lok digital gut. Aber analog zuerst überhaupt nicht. Abhilfe schaffte das nochmalige Aufsetzen der Lok auf dem Programmiergleis oder dem Hauptgleis der CS1 und das anschließende Abschalten aller Lichtfunktionen. Dann funktioniert auch der Analogmodus des Decoders. Aber: bei niedriger Spannung fährt die Lok nicht sauber an sondern schaltet mehrfach vor und zurück. Das lag wohl an einem Defekt des Tauschdecoders.
 
Also alten Decoder wieder hervor geholt und mit den originalen Motor-Einstellungen belassen. An dessen AUX1-Lötpad ein weisses Kabel und am AUX2-Lötpad ein scharzes Kabel angelötet. Dazu öffnet man den Schrumpfschlauch vorsichtig mit einer kleinen Nagelschere im Bereich der Kabel-Lötstellen. von der Lötseite gesehen kommen (siehe folgendes Bild, aufgelistet von oben nach unten) zuerst die Kabelfarben Blau, Braun und Grau. Dann kommt der leere Lötpad für AUX1. Hier habe ich ein weisses Kabel angelötet. Dann folgen die Kabel Orange, Gelb, Rot und Grün, dann der Lötpad für AUX2. Dort habe ich ein schwarzes Kabel angelötet: 

Entsprechend laufen dann die neuen Kabel Schwarz und Weiss zu den weiter oben schon erwähnten Trennstellen auf der Hauptplatine:

 

So fährt die Lok wieder wie vom Hersteller vorgesehen. Da zwei Kabel mehr mit unterzubringen sind, ist nun das Aufsetzen des Gehäuses schwieriger. Am besten sorgt man dafür, dass die neuen Kabel nicht zu lang sind und die Schwungmassen nicht berühren können. Nun müssen nur noch die Funktionstastenbelegungen per Funktions-Mapping in der CS1 richtig eingestellt werden, damit AUX-1 und AUX-2 auch geschaltet werden können.

 

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