F0 bei DELTA 6603

Lok-Function F0 beim DELTA-Decoder 6603

(Version II mit IC 701-17) 

von Manfred G. Fischer, 27.Mai 2004

 

Haftungsausschluss:

Bei einem Umbau von Modellbahnartikeln durch nicht-autorisiertes Personal erlischt ein evtl. vorhandener Gewährleistungsanspruch gegen den/die Hersteller. Alle hier gemachten Angaben zum Umbau erfolgen ohne Gewährleistung auf Vollständigkeit oder Richtigkeit. Ein Nachbau geschieht auf eigene Gefahr und eigenes Risiko. Insbesondere kann ein Rückbau in den Ausgangszustand nicht garantiert werden. Der Autor dieses Artikels kann für evtl. Folgen, die sich aus einem solchen Umbau ergeben, nicht haftbar gemacht werden.

Hinweis auf geschützte Warenzeichen:

 
  • "mfx" ist eine eingetragene Marke der Firma Gebrüder Märklin & Cie. GmbH, 73033 Göppingen, DE. 
  • "märklin" ist eine eingetragene Marke der Firma Gebrüder Märklin & Cie. GmbH, 73033 Göppingen, DE. 
  • "Conrad" ist eine eingetragene Marke der Firma Conrad Electronics SE, Klaus-Conrad-Str. 1, 92240 Hirschau, DE. 

 

Zur Beachtung: Es handelt sich bei diesem Aufsatz nur um eine Beschreibung meiner eigenen laienhaften Erfahrungen und ist keine Anleitung zum Nachbau / Umbau. Ein erfolgreicher Umbau eines Decoders kann nicht garantiert werden, da die einzelnen Bauserien aller Decoder und damit die Platinenlayouts voneinander abweichen können. Eine Haftung des Autor für Fehler  und Schäden beim Anwenden dieser laienhaften Beschreibung ist deshalb ausgeschlossen.

Auf seiner Homepage (http://www.drkoenig.de/) und in der Zeitschrift MIBA spezial 37 (von 1998) beschreibt Herr Dr. König einen Umbau des Märklin DELTA-Decoders 6603 in der Version mit Dip-Schaltern und dem IC 701-17. Ziel ist es, dem DELTA-Decoder 6603 nachträglich zur Lok-Function zu verhelfen. Dies ist möglich, da die Funktionalität des zentralen IC dies bereits vorsieht, aber vom Hersteller nicht genutzt wurde. Herr K. Pallund beschreibt auf seiner Homepage ein ähnliches Vorgehen: http://www.pallund.dk/convert.htm . Von Herrn Pallund stammt auch der Hinweis, dass man den Umbau mit Widerständen in der Größe 1 Kilo-Ohm bis 10 Kilo-Ohm vornehmen kann, während die Originalveröffentlichung von Herrn Dr. König 10 Kilo-Ohm Widerstände fordert. Urheberrechtlicher Hinweis: Märklin, DELTA und Märklin-Digital sind geschützte Warenzeichen der Firma Märklin, Göppingen.

Dr. König beschreibt in seinen Artikeln verschiedene Vorgehensweisen, ich habe mich entschlossen, den Weg zu wählen, bei dem auf der Platine die Leiterbahnen zwischen Licht- und Motoranschlüssen durchtrennt werden. Dies hat den Vorteil, dass ich kein SMD-Bauteil von der Platine ablöten muß und gleichzeitig die sonst zu entfernenden 680 Ω SMD-Widerstände für das Dimmen des Lichtstromes weiter nutzen kann.

Meine Erfahrungen mit den beiden Umbauanleitungen sei hier an einem Beispiel gezeigt:

Ausgangsmaterial: DELTA-Decoder 6603 Typ II mit IC 701-17 und zwei Verstärker-ICs FZT 605, zwei Widerstände 1 kΩ / 0,33 W (kann bis zu 10 kΩ haben) und etwas isolierter Draht.

Schritt 1: Hochbiegen des Quartzes samt Befestigungssilikon

Vorsichtig das Silikon von der Platine lösen und dann samt Quartz hochbiegen, um besseren Zugang zu den Lötpunkten zu erhalten.

 

Schritt 2: Durchtrennen von 2 Leiterbahnen auf der Platine

Dieser Schritt entfällt, wenn man sich entschließt, die beiden 680 Ω Widerstände von der Platine abzutrennen (siehe die Beschreibung von Dr. König).

Es werden die Verbindungen des Motorstromes zwischen dem IC 701-17 und den 680 Ω Widerständen getrennt. Die Verbindungen des Motorstromes zwischen IC 701-17 und den beiden Verstärker-ICs FZT 605 befinden sich auf der Rückseite der Platine und werden von dort zu den beiden 680 Ω Lichtstromwiderständen auf die Platinenvorderseitedurchgeschleift. An diesem Durchtrittspunkt zur Platinenvorderseite ist die Durchtrenneung der Leiterbahn vorzunehmen:

 

Schritt 3: neue Verbindung einlöten zwischen IC 701-17 und den 680 Ω Lichtstromwiderstände

Die Ausgänge 6 und 7 des IC 701-17 (das sind die herstellerseitig nicht genutzten Ausgänge für die Lok-Funktion) werden nun mittels isolierter Drähte mit den 680 Ω Lichtstromwiderständen verbunden (an der dem IC 701-17 zugewandten Seite). Dabei wird der außen liegende Widerstand mit Ausgang 6 verbunden (Licht-Funktion vorne, grauer Draht) und der innen liegende Widerstand mit Ausgang 7 (Licht-Funktion hinten, gelber Draht):

 

Schritt 4: Widerstände einlöten zwischen IC 701-17 und der Anode der Puffer-Diode

Ausgang 6 und 7 des IC 701-17 wird mit je einem 1 kΩ (kann bis zu 10 kΩ haben) Widerstand mit der Anode der Puffer-Diode (liegt neben dem Dip-Schalter) verbunden:

Den hochgeklappten Quarz vorsichtig wieder herunterdrücken. Fertig. Bitte beachten: im Analogbetrieb bleibt nach diesem Umbau das Licht der Lok dauerhaft ausgeschaltet!

Probleme beim Umbau (was ich so alles falsch gemacht habe):

  • Lok fährt mit höchster Geschwindigkeit los, sobald die Funktion eingeschaltet wird – Ursache: die Leiterbahn auf der Platine wurde nicht durchtrennt, so dass Lichtstrom zu den ICs FZT 605 fließt. Lösung: Leiterbahnen des Motorstromes von der Rückseite zur Vorderseite durchtrennen oder die 680 Ω SMD-Widerstände entfernen (siehe Schritt 1 und Originalartikel von Dr. König).
  • Lok fährt nicht, aber Fahrtrichtungsumschaltung funktioniert und Lok-Funktion lässt sich an- / ausschalten – Ursache: die Leiterbahnen auf der Rückseite der Platine wurden durchtrennt. Lösung: separate Kabelverbindung zwischen 701-17 und den FZT 605 ICs herstellen.
  • Lok-Funktion lässt sich nur auf einer Seite ein- und ausschalten und geht evtl. bei Langsamfahrt von alleine an – Ursache: die eingelöteten neuen Widerstände sind fälschlicherweise mit dem gleichen Ausgang des IC 701-17 verbunden. Neu einlöten.
  • beide Lampen leuchten auf und die Lok lässt sich nicht steuern – Ursache: Kurzschluß auf der Decoderplatine. Sofort Strom abschalten und nach Lötfehlern suchen.
  • Decoder beginnt sofort nach dem Aufsetzen der Lok auf das Gleis zu brummen und erwärmt sich stark – Ursache: Verpolungsfehler oder Kurzschluß auf der Decoderplatine. Sofort Strom abschalten und nach Lötfehlern suchen.
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    Manfred Fischer, 2004-05-27

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