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Faller® Car System - Bus mit automatischem Bremslicht

(FCS-Modell des O 317K Überlandbusses auf Brekina®-Basis)

von Manfred G. Fischer, 06. Juli 2011

 

Haftungsausschluss:

Bei einem Umbau von Modellbahnartikeln durch nicht-autorisiertes Personal erlischt ein evtl. vorhandener Gewährleistungsanspruch gegen den/die Hersteller. Alle hier gemachten Angaben zum Umbau erfolgen ohne Gewährleistung auf Vollständigkeit oder Richtigkeit. Ein Nachbau geschieht auf eigene Gefahr und eigenes Risiko. Insbesondere kann ein Rückbau in den Ausgangszustand nicht garantiert werden. Der Autor dieses Artikels kann für evtl. Folgen, die sich aus einem solchen Umbau ergeben, nicht haftbar gemacht werden.

Hinweis auf geschützte Warenzeichen:

  • "Faller" ist eine eingetragene Marke der Firma Gebr. FALLER GmbH, Kreuzstraße 9, 78148 Gütenbach, DE.
  • "Faller Car System" ist eine eingetragene Marke der Firma Gebr. FALLER GmbH, Kreuzstraße 9, 78148 Gütenbach, DE.
  • "Brekina" ist eine eingetragene Marke der Firma BREKINA Modellspielwaren GmbH, Carl-Benz-Str. 1, 79331 Teningen, DE.
  • "Conrad" ist eine eingetragene Marke der Firma Conrad Electronics SE, Klaus-Conrad-Str. 1, 92240 Hirschau, DE.

 

Ziel: bei den größeren analogen Fahrzeugen des FCS ist für das Anhalten an Stopp-Stellen ein Reed-Kontakt mit Umschaltfunktion eingebaut. Die eigentliche Aufgabe des Umschalters ist es, bei Erreichen des Magnetfeldes der Stopp-Stelle, den Motorstrom kurzzuschließen, um ein Ausrollen des Fahrzeugs über die Stopp-Stelle hinaus zu verhindern. Dieser Umschalter kann aber auch genutzt werden, um ein automatisches Bremslicht nachzurüsten, das allerdings während des Haltes an der Stopp-Stelle dauerhaft leuchtet (und damit Strom verbraucht, also ungeeignet für Parkplätze). Es ist ein kleiner Eingriff am Fahrzeug ohne zusätzliche Elektronikplatine. Zugegeben: in 2011 beginnt auch bei Faller selbst der Umstieg auf digitale Ansteuerung von Motor-/Brems- und Lichtfunktionen. Insofern ist diese Art des Umbaus in paar Jahren wohl nicht mehr zeitgemäß.

Die Erstbeschreibung dieser Umbaumöglichkeit ist evtl. durch Siegmund Dankwardt erfolgt. Da die Quellenlage in 2011 dazu im Internet nicht mehr ganz vollständig erscheint, zunächst erstmal die Linkliste zu diesem Thema:

http://www.modellautobahnen.de/ - Homepage von Siegmund Dankwardt.
http://www.h0-car-action.de/anleitungen/faller-plan.htm - Schaltpläne der FCS-Autos allgemein (S. Dankwardt, 2000).
http://www.modellautobahnen.de/technik/schaltplan.htm - Schaltpläne der FCS-Autos allgemein und Umrüstung Bremslicht (S. Dankwardt, 2005 oder früher).
http://www.modellbau-wiki.de/wiki/Bremslicht_%28Tipp%29 - automatisches Bremslicht, Schaltplan etwas unübersichtlich (2007).
http://www.modell-bahn-tipps.de/modellbahn-tipps/bremslichter.php - automatisches Bremslicht mit Umbaubildern.
http://www.modell-bahn-tipps.de/modellbahn-tipps/schaltplan-car-system.php - Schaltplan zu weiterem Umbau der FCS-Autos.
http://forum.miniatur-wunderland.de/car-system-rc-modellbau-f3/ruecklicht-und-bremslicht-in-einem-t20192.html
http://forum.miniatur-wunderland.de/car-system-rc-modellbau-f3/schaltplan-car-system-bus-t15845.html

Ferner hat Faller selbst einen schwarzen LKW mit Bremslicht nach dem selben Prinzip im Jahre 1994 unter der Artikel-Nummer 1609 (und 1995 zusätzlich einen weissen LKW mit Bremslicht unter der Artikel-Nummer 1604) im Programm gehabt.

Da hier konkret das FCS-Serienmodell des Überlandbusses O 317K (auf Brekina-Basis) umgebaut werden soll, das in verschiedenen Farbvarianten von Faller angeboten wurde (erstmals 1999 als beiger Linienbus 1643; in 2000 als Postbus 1620(0), spätere Artikelnummer 161620; in 2002 als DB-Bus Epoche III mit Werbeaufschrift "Zum guten Bier ..." 161615; aktuell in 2010 in der Startpackung 161506 als DB-Bus Epoche III mit Werbeaufschrift "Sparkasse"), habe ich auch nach weiteren Umbauvorschlägen zu diesem Busmodell gesucht. Ein sehr guter Bildbericht zum Beleuchtungsumbau des O 317K findet sich hier:

http://www.frank-keil.de/Car-System/car-system.html - Beleuchtungs- und Digitalumbau des O 317K durch Frank Keil.

Zum Thema Polung von Dioden / LEDs / Widerstandfarbskala habe ich diese Seite genutzt:

http://tobias.schroepf.de/doku/doku.php?id=garage:polung_von_elektronikbauteilen

Vor dem Umbau war mir der Stromfluss trotz der diversen Schaltpläne im Internet nicht ganz klar. Also habe ich zunächst den Bus geöffnet und die originale Schaltung ermittelt. Dieses FCS-Modell hat zwei Akkus à 1,2V. Zwischen Pluspol der Akkus und dem Reed-Kontakt des Fahrzeugs befindet sich bei diesem FCS-Modell ein 2 Ohm Widerstand. Der Reed-Kontakt ist dargestellt in der Ruhestellung "Motor an":

Zunächst empfiehlt es sich über den serienmäßigen Widerstand vor dem Pluspol der Akkus nachzudenken. Laut dieser Seite im Internet http://www.fcsfm.de/Technik%203-1%20Akkus.htm haben diese großen Akkus von Faller eine Spannung von 1,2 V je Zelle (Summe: 2,4 V) bei 300 mA (je Zelle; der Akku hat die geprägte Produktbezeichnung "CP300H"). Das Faller-Ladegerät 161690 liefert 55 mAh (laut Etikett, bei 2,9 V). Da das Kabel von der Ladebuchse aber ohne Umweg über diesen Widerstand zum Pluspol des Akkus läuft, ist dieser 2 Ohm Widerstand nicht zum Schutz der Akkus beim Aufladen gedacht sondern zur geringen Drosselung der Motordrehzahl.

Mein Umbau auf automatisches Bremslicht zeigte anfangs Probleme. Die Polung der Dioden muß beachtet werden. Wenn der Ladezustand der Akkus schon etwas niedrig ist, leuchten rote SMD-LEDs (z.B. Conrad 180487, CHIP-LED rot HSMS-C191) nicht in Reihenschaltung. Ich habe daher die beiden SMD-LEDs parallel angeschlossen:

Außerdem hatte ich nicht beachtet, dass die Durchlass-Spannung der von mir verwendeten 0603-SMD-LED bei 2,1 Volt liegt. Zusätzlich wollte ich eine Schutzdiode mit einbauen. Siliziumdioden erzeugen aber ebenfalls einen Spannungsabfall (von ca. 0,7 Volt). Ich habe daher die roten LEDs parallel angeschlossen, provisorisch z.Zt. mit einem 12 Ohm Vorwiderstand (evtl. reicht auch der originale 2 Ohm Widerstand) und einer Diode 1N4001 (hatte gerade keine kleinere Bauform zur Hand). Wie bei den obigen Quellen schon beschrieben, muß der Pluspol der LEDs an den Pluspol der Akkus angeschlossen werden. Der Minuspol der Schutzdiode wird an den vorderen Lötpunkt des Ein-/Ausschalters angeschlossen (der dem Reed-Kontakt am nächsten liegt). Wenn man, wie bei einem der Tipps oben angegeben, den Minuspol der Diode/LEDs an den mittleren Lötpunkt des Ein-/Ausschalters anschließt, leuchtet das Bremslicht konstant, solange der Motor keinen Strom verbraucht. Wenn Ihr Bus allerdings anders ab Werk verdrahtet ein sollte, müssen Sie den Anschluß am Ein-/Ausschalter entsprechend ändern. Hier ein Foto von meinem Umbau:

Vor dem Einkleben der SMD-LEDs in die in diesem Modell vorhandenen Lichtleiter (Bremslicht beim O 317K: mittlerer Lichtleiter) muß das rote (oder beige bzw. gelbe) Gehäuse des Busses innen im Bereich der Lichter schwarz lackiert oder mit schwarzer Folie ausgekleidet werden, damit die LEDs nicht durch das Gehäuse scheinen. Roter Lichtaustritt aus den beiden anderen Lichtleitern (oben: Blinker; unten: Rückleuchte) läßt sich reduzieren durch vorsichtiges trennen des Klarsichteinsatzes zwischen den Lichtleitern. Da ich es aber nicht geschafft habe, den Klarsichteinsatz mit den Fenstern aus dem Gehäuse zu lösen, habe ich bei meinem Umbau darauf verzichten müssen.

Ein Tipp zur Kabellänge: da das Gehäuse (bei schon auf dem Fahrgestell montierter Inneneinrichtung) von hinten kommend schräg aufgesetzt werden muß, müssen die Kupferlack-Kabel von den Anschlüssen zu den LEDs mindestens 3cm länger sein als der Fahrgestellboden dies erfordern würde.

Der entsprechend korrigierte Schaltplan (umgezeichnet nach Siegmund Dankwardt, Link siehe oben):

 

 

Vor dem Zusammenbau: ein erster Test auf der FCS-Stopp-Stelle:

 

Und hier ein Film von der Wirkung des Endergebnisses:

 

Hier noch ein Link zum Basismodell des O307 von Brekina:
​http://www.stummiforum.de/viewtopic.php?t=98900 - ?? Brekina M-B O 307 bus (Okt. 2013)

 

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