BR 81 (m3032)


Märklin BR 81 (Hobby 1989-1998) umbauen auf mSD-Decoder

(altes Modell mit Metallgehäuse und ohne Telex-Kupplungen)

von Manfred G. Fischer,  22. Juni 2013

 

Haftungsausschluss:

Bei einem Umbau von Modellbahnartikeln durch nicht-autorisiertes Personal erlischt ein evtl. vorhandener Gewährleistungsanspruch gegen den/die Hersteller. Alle hier gemachten Angaben zum Umbau erfolgen ohne Gewährleistung auf Vollständigkeit oder Richtigkeit. Ein Nachbau geschieht auf eigene Gefahr und eigenes Risiko. Insbesondere kann ein Rückbau in den Ausgangszustand nicht garantiert werden. Der Autor dieses Artikels kann für evtl. Folgen, die sich aus einem solchen Umbau ergeben, nicht haftbar gemacht werden.

Hinweis auf geschützte Warenzeichen:

  • "mfx" ist eine eingetragene Marke der Firma Gebrüder Märklin & Cie. GmbH, 73033 Göppingen, DE. 
  • "märklin" ist eine eingetragene Marke der Firma Gebrüder Märklin & Cie. GmbH, 73033 Göppingen, DE. 
  • "Trix" ist eine eingetragene Marke der Firma Gebrüder Märklin & Cie. GmbH, 73033 Göppingen, DE. 
  • "ESU" ist eine eingetragene Marke der Firma ESU electronic solutions ulm GmbH & Co. KG, Edisonallee 29, 89231 Neu-Ulm, DE.
  • "sb-Modellbau" ist eine eingetragene Marke der Firma SB Modellbau, Ilzweg 4, 82140 Olching, DE.
  • "Conrad" ist eine eingetragene Marke der Firma Conrad Electronics SE, Klaus-Conrad-Str. 1, 92240 Hirschau, DE. 

Zur Beachtung: Es handelt sich bei diesem Aufsatz nur um eine Beschreibung meiner eigenen laienhaften Erfahrungen und ist keine Anleitung zum Nachbau / Umbau. Alle Angaben ohne Gewähr. Eine Haftung des Autor für Fehler und Schäden beim Anwenden dieser laienhaften Beschreibung ist deshalb ausgeschlossen.

 

 

Ist es sinnvoll, eine so alte Lok noch auf einen Sounddecoder umzurüsten? Kommt auf einen Versuch an. Angesichts ihrer Robustheit und ihres Gewichts von ca. 460g erschien sie mir eine ideale Rangierlok für meine Weichenstraßen zu sein. Leider konnte ich noch kein Modell mit Telex-Kupplungen günstig bekommen, sodass zunächst eine jüngere Version der BR 81 mit Metallgehäuse und dafür besserer Bedruckung in den Bestand kam.

Verwendete Materialien:

  • Märklin Lok 3032.5, nicht mehr in Produktion (Bauzeit 1989-1998, ältere Varianten mit Bauzeit 1959-1967 sind nicht empfehlenswert);
  • ESU Permanentmagnet 51961;
  • Märklin 60945 mSD-Nachrüstdecoder-Set Dampf-Lok (verfügbar seit Winter 2011/2012);
  • 2x Drosseln in Widerstandsbauform mit 3,3µH (z.B. Conrad 441411-62);
  • 2x 3mm LED sunnywhite;
  • 2x Drahtwiderstand 1000Ω;
  • ein kleines Stück doppelseitiges Klebepad;
  • Schrumpfschlauch in verschiedenen Stärken.

Weitere Umbaubeispiele bzw. Umbaualternativen finden sich in der Linkliste:
http://www.volkersmobakeller.de/modellbahnseiten/tipps-und-tricks/lok-umbauten/umbau-br-81/
http://www.stummiforum.de/viewtopic.php?t=102755 - Fenster für das Rangiereisen 81 001 (Dec. 2013)
http://www.stummiforum.de/viewtopic.php?t=97657 - Umbau BR 81 auf HLA/SB-Antrieb und mSD (Sep. 2013)
http://www.stummiforum.de/viewtopic.php?t=97433 - Märklin 81 002 Reloaded (Sep. 2013)
http://www.stummiforum.de/viewtopic.php?t=81246 - Analoge BR81 (Märklin 3032) digitalisieren, HLM einbauen (Sep. 2012)
​http://www.stummiforum.de/viewtopic.php?t=71978 - Umbau Märklin BR 81 / 3031 mit Telex und LokPilot 4 (Jan. 2012)
http://alte-modellbahnen.xobor.de/t18415f2-BR-Originalzustand-wiederherstellen.html (Jan. 2012)
http://alte-modellbahnen.xobor.de/t4150f2-BR-von-Maerklin.html (Juni 2009)
http://www.ad-soft.ch/moba-umbau-marklin-3032/ (Umbau mit c90 Decoder)
http://www.fuessener-modellbaublaetter.com/Restaurationen1.htm (Märklin 3031, BR 81 mit Telex)
http://www.wedero.de/maerklin/lokomotiven/03032/03032_m_m.htm (beschreibt die Varianten der BR 81 von Märklin)
http://www.converts.eu/UmbauBR81.html (kommerzielles Angebot)
 

 

Umbau des Motors

Leider habe ich von der Ausgangsituation keine Bilder gemacht. Ursprünglich ist im Märklin Modell 3032 ein kleiner Scheibenkollektormotor (SFCM) eingebaut. Dieser muß entweder gegen einen HLA-Umbausatz m60903 ausgewechselt werden oder z.B. mittels eines ESU 51961 Permanentmagnet (wie Märklin Ersatzteil E220450 "HAMO-Polbügel" / "Feldmagnet") in einen Gleichstrommotor umgebaut werden. Die letztere Variante habe ich gewählt. Auf dem folgenden Foto ist der Permanentmagnet und das bisherige Motorschild schon montiert. Ebenso sind zwei Drosseln in Widerstandsbauform mit 3,3µH (z.B. hier Conrad 441411-62, belastbar bis 900mA) an den Kollektoranschlüssen angelötet.

 

Einbau der Schnittstellenplatine

Ich habe mich für den Umbau mit dem Umbausatz Märklin 60945 entschieden: Dampflokgeräusch, Decoder mit 21-poliger Schnittstelle und kleine Schnittstellenplatine. Die Schnittstellenplatine läßt sich mit den beigefügten Schrauben und der Halteplattte problemlos befestigen und paßt auch unter das Gehäuse. Man sollte allerdings für Isolierung sorgen zwischen dem Fahrgestell und den Lötpunkten der Schnittstellenplatine bzw. zwischen Gehäuse und Decoder. Das obige Bild zeigt den fertigen Zustand mit Motorumbau und Schnittstellenplatine in Position. Der Decoder läßt sich aufstecken und paßt ebenfalls unter das Gehäuse. Das Bild zeigt aber auch Umbaumängel meinerseits: auf dem Bild ist das Gestänge falsch montiert!

 

Lichtumbau

Die originale Beleuchtung mit Glühlampen verwendet die Fahrgestellmasse als Rückleiter. Ich habe die originalen Lampenfassungen belassen und mit Schrumpfschlauch (0,6cm Durchmesser) beidseits isoliert. In die so entstandene isolierte Steckfassung habe ich 3mm-LEDs sunnywhite mit jeweils 1kΩ Vorwiderstand (ebenfalls mit Schrumpfschlauch isoliert) gesteckt. Das gelbe Kabel der Schnittstellenplatine muß zur hinteren Lampe  verlaufen und das graue Kabel der Schnittstellenplatine muß zur vorderen Lampe verlaufen.

 

Probleme mit dem Lautsprecher

Das Fahrgestell hat noch eine Haltevorrichtung für einen Handschalthebel für den originalen mechanischen Fahrtrichtungsumschalter. Auch wenn bei der m3032 dieser Handschalthebel gar nicht mehr verbaut wurde, hatte der Hersteller das Fahrgestell offensichtlich in diesem Punkt nicht mehr verändert. In diese Haltevorrichtung paßt der flache, quadratische Lautsprecher aus dem Umbausatz 60945 genau hinein und würde dort auch gut fixiert sein. Allerdings steht er dann zu hoch, das Gehäuse läßt sich so nicht aufsetzen. Siehe folgendes Bild:

Ich habe daher diese Haltevorrichtung für den Handschalthebel abgesägt. Dies sollte man tunlichst vorher erledigen, bevor der Motor und der Decoder montiert werden, damit die Sägespäne nicht in den Motor oder das Getriebe gelangen. Nun paßt der Lautsprecher von der Höhe her und wird mit einem kleinen doppelseitigem Klebepad in Position gehalten. Siehe Bilder:

 

Decoder-Parameter

Beim Belassen des ursprünglichen, dreipoligen Scheibenkollektors sind schlechte Anfahreigenschaften zu erwarten. Ich habe mittlerweile die Lok mit folgenden Einstellungen im Betrieb (ausgelesen am Display der CS1Rel v3.7.0):

Anfahrspannung = "1",
Maximalgeschwindigkeit = "255",
Regelungsreferenz = "1" (damit erhält die Lok eine maßstäbliche Vmax von 140km/h, was immer noch zu schnell ist),
ParamK = "64",
ParamI = "64",
Regelungseinfluß = "24",
Beschleunigungszeit "32" (= 8 sec),
Bremszeit "20" (= 5 sec.),
Motortyp: "3" (HLA c90).
 
Optimal ist dies nicht. Um die Vmax weiter zu senken, ist es nötig, nicht nur den Wert der "Regelungsreferenz" ganz niedrig einzustellen, sondern auch die "Maximalgeschwindigkeit" anzusenken. Weitere Parameter bezgl. Sound und Function-Mapping sind wie folgt geändert:
 
Versteckte Sounds: Soundslot 7, 11 und 12 (Pumpen und Dampf ablassen).
Soundabstand Dampfstöße bei FS1: "50" (ist nicht optimal)
Soundabstand Dampfstöße bei FS2: "100"
Fahrstufenkurve umgestellt auf linear.
 
Das folgende Bild zeigt das Mapping mittels der aktuellen Version unserer Software SimpleDigitalLocomotive im Zusammenspiel mit einer CC-Schnitte-2:
 
 

 

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